Wunderbares im Wunderland


Die E-Darter, die ihre Heimspielstätte ebenso wie die Bundesliga-Darter vom DC Vegesack im Isem (Independent Sport Event & Marketing) in Blumenthal haben, gewannen in der Disziplin 501 Masters Out die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Im Finale behielt das Team um Mannschaftsführer Christian Hein gegen den Dartclub Beverbruch mit 5:4 die Oberhand.

„Traditionell richtet der Deutsche Dart Sport Verband seine deutsche Meisterschaft im Wunderland Kalkar aus, das dann für ein Wochenende zur Pilgerstätte des deutschen E-Dartsportes wird“, erklärt der zu den Avengers gehörende Delmenhorster Axel Herbst, der sich mit seinen Teammitgliedern Stefan Kahler, Oliver Harbers, Danny Baseler, Axel Herbst, Jörg Soyke, Stefan Grobbin (es fehlte Frank Krombach) auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen machte. Rund 400 E-Darter kamen dort zusammen, um im Einzel, Doppel und der Mannschaftwertung die Titelträger zu ermitteln. Die Starterzahl war wegen der Corona-Auflagen zwar etwas beschränkt, trotzdem bestachen die Konkurrenzen laut Axel Herbst mit hoher Qualität.

Die höchste Qualität brachten die Avengers im Teamwettbewerb an die Boards. In einem auf 32 Mannschaften beschränkten Teilnehmerfeld marschierten sie ohne Niederlage durch die doppelte K.o.-Runde und trafen anschließend auf den Dartclub Beverbruch aus Großenkneten.

Zu den Spielern des Gegners gehörte der ehemalige Profi, PDC-Spieler und mehrfache deutsche Meister Stefan Stoyke (Spitzname „The Calm“). Da aber nicht nur dieser Name für Qualität bürgt, entwickelte sich ein packendes Finale.

Nach den acht absolvierten Doppeln im Modus 501 Masters Out (das jeweilige Leg muss mit einem Tripple oder Double beendet werden) hieß es 4:4-Unentschieden. Es folgte der sogenannte Decider. Jeder Mannschaft schickte einen Spieler ans Bord, um über Gold und Silber zu entscheiden. Stefan Kahler gewann und löste den Goldjubel bei den Avengers aus.

„Stefan ist einfach extrem stark. Er gehört zu den Topleuten in Deutschland“, sagt Axel Herbst und holte als Beleg eine Situation aus seinem Doppel im Finale hervor. „Er hat 168 ausgecheckt.“ Tripple 20, Tripple 20, Tripple 16 also, und das auch noch unter Druck gesetzt von Stefan Stoyke, der zuvor auf 32 heruntergespielt hatte.

Dem Jubel folgte sogleich ein Gänsehaut-Moment. Die Avengers widmeten den Titel ihrem kürzlich verstorbenen Teammitglied Wilfried „Wille“ Schröder. Die Avengers gingen im Wunderland Kalka aber nicht nur als Team, sondern auch im Einzel und Doppel auf Medaillenjagd. Weiteres Edelmetall gab es allerdings nicht, die Platzierungen können sich aber dennoch sehen lassen.

Unter 167 Einzelstartern belegten von den Avengers Stefan Kahler (7.) und Danny Baseler (13.) die besten Platzierungen. Im 77 Teilnehmern umfassenden Doppelfeld landeten Oiver Harbers/Axel Herbst, Christian Hein/Stefan Kahler und Danny Baseler/Jörg Soyke auf den Rängen vier, sechs und neun.

Bevor die 2019 gegründeten und aus den Radikal Darts Euroliga hervorgegangenen Avengers auf großer Bühne im Freizeitzentrum Wunderland Kalkar für Aufsehen sorgten, hatten sie ihre Qualität auch schon im Hanseatischen Dart Sport Bund (HDSB) unter Beweis gestellt.

In der Bezirksliga, der höchsten Bremer Spielklasse, sind sie Tabellenführer. Von den Avengers (im gleichnamigen Film und der Filmreihe handelt es sich um Superhelden) dürfte in der Zukunft also noch einiges zu hören und lesen sein…

Quelle: Die Norddeutsche 14.12.2021

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